Alten Herren
AH holt in Saulheim den 3. Platz
Wie jedes Jahr steht zum Auftakt der Saison das Hallenturnier in Saulheim auf dem Spielplan und... es wird immer "doller":
2008 = 1. Platz :D2009 = 2. Platz :)
2010 = 4. Platz :!
2011 = da hieß es schon in der Vorrunde "Adios Muchachos" :(
Es könnte schon daran liegen, dass wir nicht jünger werden, aber wenn ich unsere knackigen, in Marmor gemeißelten Adonis-Körper sehe, dann muss der Grund für unseren Leistungsrückgang woanders liegen.
Angemeldet haben sich für den heutigen Tag: Markus Beer, David Bellini, Sven Eichinger, Sven Kisowetz, Frank (Capitano) Prähofer, Axel-Scholl-Poensgen und Peter von Freital.Im ersten Spiel stand uns Sven Eichinger nicht zur Verfügung und so mussten wir mit sechs Spielern antreten. Unser Gegner war der uns unbekannte FC Germania Eich. Für Recherche und Archiv ist Bob Andrews zuständig und er fand heraus, dass die Mannschaft aus Eich frischer Sieger eines Turniers in Worms war UND (das wird unseren Capitano sehr freuen) sich alle Spieler vor der Veltins Arena mit Schalke Trikots haben fotografieren lassen... brrrrrr...... (Sorry, ein Schauer lief mir gerade meinen Rücken herunter).
Da wir also nur einen Auswechselspieler zur Verfügung hatten, teilten wir unsere Kräfte gut ein und so gingen wir erstmal auf Tauchstation. Erst den Gegner kommen lassen und dann mit gezielten Kontern Tore schießen. Die Rechnung ging auf: Germania setzte uns direkt unter Druck, fand aber eine starke Abwehr, die kaum Chancen zuließ. Nach fünf Minuten hatten sich die Eicher ausgetobt und nun waren wir an der Reihe. Mit einer schönen Einzelaktion ging die TSG mit Markus Beer in Führung. Wie ein verwundetes Tier forcierte Germania das Pressing, aber mit einem sensationellen Fallrückzieher von David Bellini, der gefühlte 10 Sekunden in der Luft blieb (oder so ähnlich), erhöhten die 46er auf 2:0. Nun hatten wir sie im Sack und Markus Beer - wieder einmal - traf zum 3:0 und in der letzten Minute noch den Pfosten. Saulheim ist eben nicht Worms. Alle hatten sensationell gekämpft und mit einem außergewöhnlichen Kraftakt auch verdient gewonnen.
Im zweiten Spiel schloss sich uns der sehnsüchtig erwartete Sven Eichinger an und nun waren wir gegen unseren nächsten Gegner aus Hechtsheim qualitativ und quantitativ gestärkt. Als ich zu ihrer Auswechselbank sah, traute ich meinen Augen nicht, 10, in Worte ZEHN, Auswechselspieler hatten die Hechtsheimer zur Verfügung. Leck mich in der Täsch, dass wären für uns utopische Verhältnisse. Wie in der Begegnung davor, spielten wir am Anfang defensiv und lagen auf der Lauer. So ganz ging die Rechnung aber nicht auf, unsere Nachbarn starteten eine Angriffswelle nach der anderen und nur dank einiger spektakulärer Paraden von unserer Nummer 1 konnten wir die 0 halten. Und so kam die Führung für die Bretzenheimer auch überraschend, der Schütze hieß: Markus Beer. Die Freude war von kurzer Dauer, die Grünen glichen kurze Zeit später aus. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, Sven Eichinger erzielte das 2:1 für die TSG und wieder stand es wenig später unentschieden. Das Glück stand diesmal auf der Seite der Blauen und so konnte (wer sonst?) Markus Beer in der letzten Spielminute das Siegestor erzielen.
Dank dieses Ergebnisses standen wir jetzt schon als Gruppensieger fest und so konnten wir das letzte Spiel beruhigt angehen.
"Beruhigt" ist aber zu milde ausgedrückt, gegen Saulheim II wurde gespielt, als ob jeder eine Packung Valium geschluckt hätte. Obwohl die Bretzenheimer nach den ersten Spielzügen schon 2:0 hätten führen müssen, herrschte in der 46er Mannschaft ein einziges Durcheinander. Plötzlich stand Markus Beer als letzter Mann da und Peter von Freital versuchte sein Glück als Bomber (!?). So beendeten wir, mit einer verdienten Niederlage von 5:1, unsere Gruppenphase. Das Ehrentor erzielte Axel Scholl-Poensgen durch einen Strafstoß beim Stand von 5:0.
Es mussten noch zwei Begegnungen bestritten werden, alle waren aber am Limit ihrer Kräfte angelangt. Die ersten Sauerstoffflaschen wurden ausgepackt und einige Zuschauer boten sich für eine Mund-zu-Mund-Beatmung an."The Show must go on", aber ohne Peter von Freital, der nicht mehr weiterspielen konnte und so standen die Breavehearts wieder zu sechst da. Nur Zornheim stand uns noch bis zum Finale im Weg. Und obwohl keiner mehr richtig stehen konnte und obwohl einige wegen der Anstrengungen Visionen von der Heiligen Madonna, die in der Halle schwebt, hatten, kam es zum packendsten Spiel des Abends. Schluss mit Catenaccio und Abwehrriegel, die Blauen wollten jetzt zeigen dass sie es auch anders können. In den ersten Minuten waren die TSGler die bessere Mannschaft, aber die Zornheimer hatte in der 4. Minute durch einen Strafstoss die Chance, in Führung zu gehen. Unser Axel ist für seine Gelenkigkeit bekannt und so sprang er wie eine Katze in die rechte Ecke und konnte den Ball halten. Anschließend schoss Markus Beer das verdiente 1:0 für die Bretzenheimer. In der 8. Minute der Ausgleich, in der 10. Minute wieder die Führung durch Sven Eichinger. Noch wenige Minuten zu spielen und nach 2009 träumten die TSGler wieder vom Finale, aber zwei Minuten vor dem Abpfiff fiel das 2:2 und kurz vor Schluss das 3:2 für die gegnerische Mannschaft. Aus der Traum!
Nach einer tollen Partie und einer überragenden Leistung war keiner von uns enttäuscht. Wir hatten alles gegeben, aber es sollte nicht sein.
So viel Zeit über die Niederlage zu grübeln gab es auch nicht, es ging direkt weiter mit dem Spiel um Platz 3. Wieder stand uns Saulheim II gegenüber. Sie hatte viel Energie im Halbfinale gelassen und die Spritzigkeit im Gruppenspiel war verschwunden. Uns ging es auch nicht besser, Zornheim hatte alles von uns gefordert und wir standen wie Zombies auf dem Platz. So war die Laufbereitschaft beider Mannschaften gleich null. Bei jeder Aktion fiel auch dementsprechend ein Tor.1:0 Eichinger
1:1
1:2
2:2 Beer
2:3
3:3 nach einen Granatenschuss von Rambo
3:4
4:4 in der letzten Minute durch Beer
5:4 in der letzten Sekunde durch Eichinger
Sensationell, keiner hätte im Vorfeld nur einen Cent auf uns gewettet, aber mit so einem Kampfgeist sind unerreichbare Ziele jederzeit möglich. Jetzt haben wir auch den 3. Platz geschafft, die einzige Platzierung die uns noch fehlte.
Alle gingen bis zu ihren psychischen und physischen Grenzen und sogar hinaus.
Unser Axel glänzte mit unmöglichen Paraden und schoss und hielt einen Strafstoss.
Capitano, Peter und Rambo in der Abwehr immer aufmerksam und ließen wenig zu.
Kiso überall zu finden.
Eichinger und Beer die treibenden Kräfte.
Einziger Wermutstropfen: Die geringe Anzahl an Supporters, die aus nur drei Fans (darunter Ehrenpräsident und Präsident) bestanden haben. Da hatten andere Mannschaften eine ganze Schar zur Unterstützung mitgebracht.
Wir freuen uns auf das nächste Turnier in Saulheim, das wieder perfekt organisiert war, in der Hoffnung, dass sich ein paar Spieler und Zuschauer mehr einfinden.
Bericht von David "Rambo" Bellini

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