Alte Herren
TSG 1846 Bretzenheim AH vs. TV 1817 Mainz AH 1:7
Nach der sensationellen Saison 2008 und dem sehr guten Start in diesem Jahr mit vier Siegen hintereinander, konnte ich förmlich unseren Präsidenten auf dem Bug der TSG Titanic sehen, der, angelehnt an die Reling Alex an der Hüfte hält und schreit "Ich bin der König von Mainz" (nichts für ungut Micha!). Wie die Geschichte zu Ende ging, ist bekannt, Schiff und Besatzung gingen baden.
Ein paar wichtige Spieler haben uns schon für diese Begegnung gefehlt, hätten aber letztenendes an diesem schwarzen Samstag auch nicht viel geändert.
Mit folgender TSG Titanic Besatzung stachen wir ins Meer Richtung Iceberg:
- Im Tor: Frank Engelmann
- In der Abwehr: Frank Enders, Jan Ebling und David Bellini
- Im Mittelfeld: Felix Astudillo, Markus Beer, Norbert Michels, Timo Schmidt und Markus Plaum
- Im Sturm: Andreas Dawihl und Miguel Astudillo
- Zur Verfügung: Sven Eichinger und Alexander Wohn
Als Schiri fungierte unsere "Capitano" Frank Prähofer (mein Beileid, so oft hast du noch nie auf den Mittelpunkt gegen uns gezeigt).
An dieser Stelle möchte ich noch Frank Engelmann, der nach langer Verletzung endlich wieder dabei war und Markus Plaum, der am Samstag sein erstes Spiel für die TSG bestritten hat, begrüßen. Habt ihr gestern gut geschlafen?
Die letzten zwei Spiele gegen die 17er konnten wir für uns entscheiden, diesbezüglich gingen wir guter Dinge in diesen Klassiker rein und wollten wieder unbedingt gewinnen.
Gedacht, getan, nach 30 Sekunden stand es schon 1:0, aber nicht für uns. Jan Ebling wollte den Ball an unseren Torwart zurückspielen, leider hatte er plötzlich einen Anfall von Farbenblindheit und so verwechselte er das gelbe Trikot von Frank mit dem weißen Trikot des Gegners. Der 17er dachte "Ist schon wieder Weihnachten?" und spazierte unbedrängt Richtung Führungstor. Drei Minuten später dann das 2:0, Frank Engelmann konnte einen Distanzschuss abklatschen, leider viel zu lasch und so fiel der Ball auf die Füße des Gegners, der dachte auch "Danke für deine guten Gaben" und musste die Pille nur ins Netz schieben.
Es dauerte nur wenige Minuten, dann war für unsere Jungs schon alles vorbei. Wieder eine Flanke im Strafraum (ich nehme den, du nimmst den anderen, wer nimmt überhaupt wen?), Folge 3:0; für die Weißen war das Toreschießen schlichtweg zu einfach. Und genau wie gegen Marienborn, bekam die Abwehr vom Mittelfeld keine Unterstützung, und so wurde die 46er Infanterie von der 17er schweren Kavallerie überrollt. Folgerichtig fiel dann auch das 4:0, und mit diesem Ergebnis gingen wir mit hängenden Ohren in die Pause. Von unserer Seite gab es in den ersten 30 Minuten nur zwei Torchancen: einen Lattentreffer von Alex (der eigentlich flanken wollte) und einen Kopfball aus guter Position von Miguel, leider ins Aus.
Die Führung für die 17er war bis jetzt absolut verdient, wäre aber nicht so hoch ausgefallen, wenn wir nicht im April bereits in Weihnachtsstimmung gewesen wären.
Es war noch eine Halbzeit zu spielen, und man konnte das Ausmaß der Katastrophe jetzt noch nicht erkennen. Markus Beer musste wegen einem Termin weg, Markus Plaum war wegen einer Zerrung außer Gefecht, Frank Enders hatte plötzlich Asthma und mangels Auswechselspielern musste Agi mit zwei Sauerstoffflaschen auf dem Rücken weiterspielen.
Die zweite Halbzeit war eine Kopie der ersten, die 17er am Drücker und wir nur am verteidigen. Durch ein Konter konnten wir dann doch noch das Ehrentor erzielen: schöner Heber von Sven Eichinger über die Abwehr für Atze, alleine im Strafraum konnte er mit einem platzierten Schuss das Tor erzielen. Bei Agi ging kurze Zeit später der Sauerstoff aus, und er musste das Spielfeld verlassen, so blieben nur noch 10 TSGler übrig. Die Tormaschinerie des Gegners kannte keine Pause und so folgte eine Angriffwelle der anderen, unser Netz blies sich diesbezüglich noch drei Mal auf.
Nach 60 Minuten stand auf der elektronischen Tafel der Bezirkssportanlage ein klares 1:7. Was für ein Massaker!!! Von den aufgelaufenen 13 TSG Spielern zählten wir am Ende: 3 Tote, 4 Vermisste und 6 Verletzte. So eine Klatsche hatten wir seit Jahren nicht mehr bekommen.
Nächste Woche geht es nach Hechtsheim, und die sind auch kein Kanonenfutter. Jetzt gilt es, die Toten auferstehen zu lassen, die Vermissten zu suchen und die Verletzten zu heilen, sonst wird es wieder ein unangenehmes Wochenende werden.
Bericht vom verletzten David "Rambo" Bellini (ich beuge mich, aber ich zerbreche nicht)

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wenn es auch ein bittere Niederlage war, Dein Bericht ist wieder aller erste Sahne...
und wenn alle so gekämpft hätte wie Du, wäre das Ergebnis auch anders ausgefallen...