Alten Herren
SV Weisenau Ü40 - TSG 1846 Bretzenheim Ü40 2:5
The Wall: Axel Scholl-Poensgen
Die Erbarmungslosen : Peter von Freital und "Capitano" Frank Prähofer Als Kolbenkompressoren auf den Flügeln: Norbert Michel und Alex Wohn Die Fäden des Spieles hielten die Puppenspieler, Sven Eichinger und Felix Astudillo, in der Hand Als Vollstrecker: Andreas Schmidt
Schon nach den ersten Spielminuten konnte man eine spielerische und läuferische Überlegenheit seitens der TSG beobachten. Der Ball wurde schnell weitergespielt, die Mannschaft war sowohl in der Vorwärts- als auch in der Rückwärtsbewegung perfekt eingestellt. Man konnte nachvollziehen, dass die Spieler die taktischen Vorgaben des Trainers zu 100% verinnerlicht hatten. Die Führung der Weisenauer kam dementsprechend überraschend, bei der ersten gefährlichen Aktion des Gegners musste unser Torwart hinter sich greifen. Die Reaktion der TSGler ließ nicht lange auf sich warten, eine Minute später konnte Sven Eichinger nach einer schönen Spielkombination wieder den Spielstand ausgleichen. In der 15. Minute versuchte unser Capitano einen Überraschungsangriff, sprintet 20 Meter und passt vom Strafraum einen millimetergenauen Ball vor die Füße von Felix, der nur netzen muss. Die Freude über die verdiente Führung war für unseren Spielführer leider von kurzer Dauer, wenige Augenblicke später konnte Frank wegen einer Zerrung nicht weiterspielen und so mussten wir die restliche Begegnung ohne Auswechselspieler auskommen. Das Spiel wurde weiterhin von den Blau-Weißen bestimmt, die zwei Kolbenkompressoren auf den Flügeln machten mächtig Druck, und es gab weitere gute Chancen, das dritte Tor zu schießen. Die erste Halbzeit endete aber mit einem 2:1 für die Gäste.
Der Trainer entband die Mannschaft von den strengen taktischen Vorgaben und so ließen die Spieler ihren animalischen Fußballinstinkten freien Lauf. Jetzt waren die TSGler außer Rand und Band. Bei jedem Angriff brannte es in der Weisenauer Abwehr lichterloh. Die zwei Puppenspieler zogen an ihren Fäden und die Marionetten bewegten sich entsprechend. In der 35. Minute kam dann das längst fällige dritte Tor durch (wer sonst) Sven Eichinger. Wir hatten um den Sack eine schöne Kordel gebunden und mussten sie nur noch zu ziehen und ein Schleifchen machen. Unser Axel wollte aber das Spiel weiterhin spannend gestalten und "schenkte" dem Gegner das Anschlusstor. Nun kamen die 1.000% Torchancen für die Bretzenheimer Mannschaft im Minutentakt. Alex Wohn Superstar versuchte mit der Hacke (wie damals Rabah Madjer gegen die Bayern 1987) sein Glück, der Ball klatschte aber am Pfosten ab. Zuschauerinnen fingen voller Begeisterung an, den Namen von unserem neuen Präsidenten zu schreien. Felix traf wenig später wieder den Pfosten. Die Gastgeber waren aber nur ein Tor vom Ausgleich entfernt und versuchten durch Konter gefährlich zu werden. Peter von Freital zeigte seine Makkaroni und machte das Spiel seines Leben. Wie damals Berti Vogts war er nicht zu überwinden und schmiss sich bei jedem Ball in die Bresche. Das längst erwartete 4:2 fiel dann durch ein Eigentor. In der 50. Minute verletzte sich Sven Eichinger und so mussten wir uns mit 6 1/2 Spielern bis zum Ende durchbeißen. Aber auch mit Handicap waren die TSGler spielbestimmend und schossen durch Andreas Schmidt kurz vor Schluss noch das 5. Tor.
Gut gespielt, toll gekämpft und verdient gewonnen. Nach einer eher negativen Saison endlich wieder mal ein Erfolgserlebnis. Wir danken allen, die uns unterstützt haben und hoffen, nächstes Jahr wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Unsere zwei neuen Team-Manager haben diesbezüglich schon Sondertrainingssitzungen angekündigt, die Zeit des Ausruhens ist nun vorbei, jetzt fängt das Zeitalter der Makkaroni an.
Bericht von David "Rambo" Bellini

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